Der BDBA e.V. unter der Moderation von Jana Härtel, stellv. Vorsitzende Landesgruppe Bayern Süd, lud zur TALKRUNDE zum Thema:
“Effizienz und Nachhaltigkeit der Berufsorientierungsprojekte in Deutschland“ ein.
Die Mentimeterabfrage “Vor welchen Herausforderungen steht eine effiziente und nachhaltige Berufsorientierung in Deutschland?” zeigte folgendes Ergebnis:

Vielfältige Berufsorientierungsangebote gibt es in Deutschland, so viele, dass die Jugendlichen von Überforderung sprechen.
Fakt ist aber auch, dass 25% der Jugendlichen ihre Ausbildung abbrechen und 45% brechen das Studium ab.
Zudem besitzen 2,8 Mio. Jugendliche von 20–34 Jahren keinen Abschluss einer Erstausbildung.
Unternehmen suchen dringend Auszubildende, im Jahr 2024 waren es 69400 und ebenso zur selben Zeit waren 70400 Bewerber ohne Ausbildungsplatz.

Wieso, warum, weshalb kommt es zu diesem Miss-Match?
In einem Impulsvortrag gab der AK BO und Fachkräftesicherung einen Einblick in die aktuelle Situation in Deutschland und stellte seinen Standpunkt von Unternehmen, Kammern, Vereinen und Institutionen vor.

Die eingeladenen Gäste aus dem Arbeitskreis Siglinde Foidl-Dreißer, Theresa Fleidl, Paul May und Franz Schropp diskutierten rege mit den TeilnehmerInnen.
Der Arbeitskreis entwickelte einen neuen Ansatz für den BO-Prozess, sein BO-Phasenmodell. Eifrig und voller Interesse wurde dieses diskutiert.

Zusammenfassend sind sich alle einig:
- mehr Vernetzung und Bündelung, dadurch Reduzierung des Berufsorientierungs-Dschungels
- Finanzielle Mittel, Netzwerke und Kooperationen mit mehr Zusammenarbeit
- Überforderung, Motivation und heterogene Zielgruppen, somit der Fokus auf stärker differenzierte, kompetenzorientierte Formate mit klarer Vor- und Nachbereitung
- Kontinuierliche und passgenaue Begleitung und Unterstützung der Jugendlichen in ihren Berufsorientierungsprozess
München Juni 2026
Jana Härtel
Stellv. Vorsitzende Landesgruppe Bayern Süd
